Sommer, Sonne, Hautschutz

Mit dem Sommer beginnt für viele die schönste Zeit des Jahres. Doch die Sonne birgt auch Risiken für unsere Gesundheit – allen voran den schwarzen Hautkrebs. Oberärztin PD Dr. Simone M. Goldinger von der Dermatologischen Klinik des Universitätsspitals Zürich hat Tipps, wie man die Sonne dennoch geniessen kann.

Das schöne Wetter im Sommer zieht uns nach draussen – ob ans Meer, in die Badi, oder einfach nur in den Liegestuhl auf dem Balkon. Doch die geliebten Sonnenstrahlen sind auch eine Gefahr für unsere Gesundheit. Denn die UV-Strahlung kann zu Hautkrebs führen, der häufigsten Krebsart unserer Zeit. Insbesondere der schwarze Hautkrebs ist gefährlich. „Wenn sich Ableger bilden, ist er potenziell lebensbedrohlich“, sagt PD Dr. med. Simone M. Goldinger, Oberärztin an der Dermatologischen Klinik des Universitätsspitals Zürich. So genannte Melanome bilden sich besonders oft bei hellem Hauttyp oder vielen Muttermalen. Auch, wer in den ersten 20 Lebensjahren viele Sonnenbrände hatte oder über ein geschwächtes Immunsystem verfügt, ist gefährdet.

Bei Erika Haller, einer Frau Mitte 60 aus Niederhasli, wurde der schwarze Hautkrebs im Jahr 2007 diagnostiziert. Mit einem kleinen Knötchen am Oberarm war sie zum Hausarzt gegangen. Dieser entfernte es. Doch Haller wurde misstrauisch, als sich die Operationsnarbe rötete, anschwoll und schmerzte. Sie suchte einen Dermatologen auf, der eine Gewebeprobe nahm und das sogenannte Melanom feststellte. Für Haller folgte eine schwere Zeit, denn trotz zwei Chemotherapien wucherte der Krebs weiter.

Wenn ein Melanom früh genug erkannt wird und dünn ist, sind die Chancen gross, dass der Betroffene nach einer Operation als geheilt gilt. Das ist in rund 80 Prozent aller Fälle der Fall. Goldinger rät darum auch, die eigene Haut regelmässig zu inspizieren. „Wachsende Hautveränderungen sollte man lieber einmal zu viel als einmal zu wenig dem Hautarzt oder der Hautärztin zeigen“, sagt sie.

Bei Erika Haller haben sich trotz der Chemotherapie weitere Ableger gebildet. Trotzdem ist sie heute, zehn Jahre nach der Diagnose, krebsfrei. Zu verdanken hat sie dies der Teilnahme an einer klinischen Studie am USZ. Sie sprach auf ein damals neues Krebsmedikament an. „Ich bin dankbar dafür, dass ich diese Chance hatte. Sonst wäre ich jetzt nicht mehr hier“, sagt sie.

Wolken schützen nicht vor UV-Strahlen

Die Überlebenschancen für Betroffene werden immer besser, doch Expertin Goldinger betont, dass der schwarze Hautkrebs nach wie vor eine schwerwiegende Krankheit ist. Müssen wir also im Wohnzimmer oder Büro ausharren, obwohl draussen die Sonne scheint? „Das wäre ein trauriges Leben“, sagt Goldinger. „Es ist aber wichtig, ein paar Regeln zu befolgen.“ Am effizientesten sei es, sich zwischen 11 und 15 Uhr nur eingecremt, mit Kopfbedeckung und UV-dichter Kleidung draussen aufzuhalten. In dieser Zeit ist die UV-Strahlung am stärksten. Unsere Haut sollten wir schliesslich auch dann schützen, wenn die Sonne nicht scheint. „Die UV-Strahlen erreichen uns auch wenn die Sonne nicht sichtbar ist. Die machen vor Wolken keinen Halt.“

Zur Geschichte von Frau Haller

Kontakt

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Dr. med. Simone M. Goldinger
Oberärztin
Dermatologische Klinik


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