Berufsdermatologie

Unter Berufskrankheiten fassen wir eine Vielzahl von Hautekzemen zusammen, die mit der beruflichen Tätigkeit des Betroffenen in Zusammenhang stehen. Zentral für uns ist eine sorgfältige und umfassende Abklärung, um für die Sozialversicherungen eine bestmögliche Grundlage zu schaffen für die Beurteilung des weiteren Arbeitsprozesses.

Symptome und betroffene Organe

Berufskrankheiten in der Dermatologie betreffen meist die Haut, können aber auch die Atemwege betreffen.

Ekzeme
Berufliche Allergien der Haut zeigen sich meist als Ekzeme, selten als Nesselfieber (Urtikaria). Zu den wichtigsten Auslösern gehören Epoxyharze, Zement, Gummiinhaltsstoffe, Inhaltsstoffe von Kühlschmiermittel (Metallbearbeitung), Nickel und Haarfärbemittel (Berufsekzem bei Coiffeusen).

Die Mehrzahl der Kontaktekzeme, die berufsbedingt auftreten, sind keine Allergien, sondern entstehen durch Auslaugung und Irritation der Haut beim häufigen Umgang mit diesen wenig hautfreundlichen Substanzen. Man spricht auch von Auslaugungsekzem.

Allergien der Atemwege
Hier handelt es sich meist um eine Mehlstauballergie bei Bäckern oder Konditoren. Sie führt zu Entzündung der Nase (Mehlschnupfen), der Augen oder der unteren Atemwege, was sich dann in Asthma äussert. Auch Allergien auf Isocyanate, Chemikalien die in Spritzlacken vorkommen, sind relativ häufig. Heftige Allergien mit Asthma kann auch Feinstaub mit Latexpartikel verursachen. Diese Allergien werden in Zusammenarbeit mit den Lungenfachärzten abgeklärt.

Behandlung

Zur Linderung der Symptome können unter Umständen Behandlungen mit Salben, Licht- oder Röntgenbehandlung dienen.

Letzte Aktualisierung: 21.10.2017 | Verantwortlich:
Prof. Dr. med. Barbara Ballmer-Weber