Autoimmunkrankheiten

Autoimmunkrankheiten sind Erkrankungen, die das Immun- oder Abwehrsystem des eigenen Körpers hervorruft. Dies, indem es verschiedene, an der Abwehr von Fremdstoffen (z. B. Bakterien, Viren, anderen körperfremde Eiweisse) beteiligte Substanzen in hohen Mengen produziert. Diese Überproduktion von bestimmten Stoffen schädigt die Zellen des eigenen Abwehrsystems und führt dazu, dass das „gesunde“ Gleichgewicht des Körpers aus den Fugen gerät.

Symptome und betroffene Organe

Autoimmunerkrankungen äussern sich auf vielfältige Art:

  • Hautkrankheiten: blasenbildende Erkrankungen (Fachsprache: Pemphigus, Pemphigoid, Epidermis bullosa acquisita u. a.)
  • Hautgefässentzündungen (Fachsprache: Vaskulitis)
  • Gelenksymptome: diese Erkrankung nennt man Hautkrankheiten aus dem rheumatoiden Formenkreis (Fachsprache: Lupus erythematodes, Sklerodermie, Dermatomyositis u. a.)
  • Graf-versus-Host-Krankheiten der Haut

Die betroffenen Hautstellen sind gerötet, schmerzen oder jucken.

Diagnostik

  • Sorgfältige klinische Untersuchung, um zu ermitteln, ob und welche Substanzen in zu hoher Quantität in der Haut eingelagert sind
  • Blutuntersuchungen:

Behandlung

  • Äussere Behandlung der befallenen Hautstellen mit Crèmes, Gels (Kortikosteroiden, Lichtschutzpräparate oder Präparate für Wundpflege
  • Medikamente zum Einnehmen, um die Ueberproduktion der auslösenden Substanzen zu reduzieren:
      • Kortikosteroide, Methotrexat, Azathioprin, Cyclophosphamid, Cyclosporin, Immunoglobulin, extrakorporelle Photophorese
  • Allgemeinmassnahmen (Beratung über Vermeidung von Faktoren, welche die Krankheit fördern und einer an die Krankheitsaktivität angepassten Lebensführung)

Zusammenarbeit

Wir arbeiten eng mit der Klinik für Immunologie des USZ zusammen, um fächerübergreifend interdisziplinär schwierige Fälle zu besprechen und eine bestmögliche Behandlung für Betroffene festzulegen.

Patientenorganisationen

Selbsthilfegruppen Sklerodermie: