Neurodermitis

Neurodermitis ist eine stark juckende Hautkrankheit, welche meist durch erbliche Veranlagung an Nachkommen weitergegeben wird. Oft tritt sie zusammen mit anderen allergischen Krankheiten wie Heuschnupfen, Asthma, Nesselfieber oder Nahrungsmittelallergien auf. Diese Erkrankungen können zur gleichen Zeit oder nacheinander auftreten.

Vor allem im frühen Kindesalter ist die Neurodermitis (früher „Milchschorf“ genannt) sehr häufig; bis zu zehn Prozent aller Kinder sind betroffen. Oft kommt es allerdings zu einer Besserung oder gar dem Verschwinden des Ekzems bis zum Schulalter. Im Erwachsenenalter sind noch drei bis sechs Prozent der Bevölkerung betroffen. Die Ursache von Neurodermitis ist bis heute nach wie vor nur teilweise geklärt. Wesentliche mitbestimmende Faktoren können Vererbung, eine veränderte Hautstruktur mit erhöhter Neigung zur Trockenheit, Umweltfaktoren wie Allergien oder Infektionen und psychische Faktoren sein. Die Auslöser sind von Patient zu Patient sehr unterschiedlich und individuell.

Symptome

Patienten mit Neurodermitis leiden an vor allem an drei Hauptsymptomen: starkem Juckreiz, insbesondere nachts, Hauttrockenheit und wiederkehrenden Ekzemen. Diese Beschwerden sind unterschiedlich stark und geprägt durch wiederkehrende, schubweise Verschlechterungen und Phasen der Besserung. Vor allem der Juckreiz kann sehr quälend sein; zudem wird durch Kratzen die Haut oft noch stärker entzündet, sodass sich ein eigentlicher „Teufelskreis“ ausbilden kann.

Diagnostik

Wir klären den/die Auslöser ab, welche zu einem erneuten Ausbrechen der Krankheit beitragen mittels ausführlichen Gesprächen, körperlicher Untersuchung und Allergietests auf Haut und/oder Bluttests, und ermitteln allenfalls begleitende allergische Erkrankungen wie Heuschnupfen, allergisches Asthma oder Nahrungsmittelallergien.

Behandlungen

Zusammen mit Ihnen, als Eltern eines/r betroffenen Patienten/in respektive mit Ihnen, als Patient/in selber, legen wir den individuellen Behandlungsplan fest. Wir beraten Sie über Möglichkeiten, bestimmte Auslöser von neuen Krankheitsschüben zu meiden. Es besteht ein grosses Repertoire an Substanzen zur Hautpflege und Medikamenten zur äusseren und inneren Anwendung, wobei sowohl altbewährte, aber auch neueste Substanzen zum Zuge kommen (sowohl klassische Therapie mit Kortisonpräparaten als auch kortisonfreie Therapien), manchmal kommt auch Lichttherapie zum Zug.

Patientenschulungen

Gemeinsam mit dem Allergiezentrum Schweiz aha! führen wir regelmässig Schulungen für Eltern von PatientInnen durch; weitere Informationen finden Sie unter Schulungsflyer_Neurodermitis-2017

Patienten-Broschüre

Unsere Broschüre mit Informationen zu Neurodermitis (PDF) können Sie kostenlos in gedruckter Ausgabe bestellen.

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