Klinische Studien

Klinische Studien Dermatologie USZ

Die aktuellen Schwerpunkte der Dermatologischen Klinik sind weiterhin die Dermato-Onkologie, die Immundermatologie und die Allergologie. Die Dermato-Onkologie beschäftigt sich mit der Pathogenese, der Diagnostik und der Therapie maligner Hauterkrankungen. Im Vordergrund steht das Melanom, die Hautlymphome und die ephitelialen Hauttumore wie das Basallzellkarzinom und das spinozelluläre Karzinom. Die Dermato-Onkologie hat sowohl einen sehr aktiven klinischen Bereich mit Sprechstunden als auch ein sehr aktives interdisziplinäres Tumorboard. Diese Aktivitäten wurden als Hautkrebszentren 2011 zertifiziert. Die Zertifizierung wurde 2014 erneuert.

Die Einführung des neuen Humanforschungsgesetzes hat die Situation für die klinische Forschung verschlechtert. Die Bewilligungsverfahren für klinische Studien durch die kantonale Ethikkommission sind völlig aus dem Zeitrahmen. Heute gibt es zahlreiche Beispiele, wo die Bewilligung der Swissmedic Monate vor der Bewilligung durch die kantonale Ethikkommission vorliegt. Zudem hat die Übertragung des Vertragswesens von der Universität zum UniversitätsSpital Zürich die administrativen Vorgänge wesentlich verkompliziert und damit ebenfalls verlängert. Es ist offen, wie lange bei diesen schlechten Rahmenbedingungen eine kompetitive klinische Forschung noch möglich bleiben wird.

Der Schwerpunkt Immundermatologie umfasst Autoimmunerkrankungen, schwere allergische Arzneimittelreaktionen der Haut sowie Psoriasis. Letztere wird heute als Paradigma für Autoimmunerkrankungen interpretiert. Dazu werden in unserer Klinik mehrere klinische Studien durchgeführt, unter anderem zwei "Investigator-initiated Trials" zur Analyse der Wirksamkeit von Canakinumab (ein monoklonaler Antikörper gegen Interleukin-1B im Pyoderma gangraenosum und chronische Urtikaria).

Der dritte Schwerpunkt ist die Allergologie, die sowohl epidemiologische Forschung zum Thema der Diagnostik und Therapie von Nahrungsmittelallergien wie auch atopische Dermatitis oder Neurodermitis, Insektengiftallergie und allergische Reaktionen vom Spättyp wie Ekzeme durchführt.

Weiter von Bedeutung für Lehre, Forschung und Klinik sind die Dermatopathologie, Dermatologische Chirurgie, Angiologie und die Gefässerkrankungen der Haut, die Teledermatologie und das E-Learning.

Erfreulicherweise konnte die bereits starke Forschungsaktivität der Klinik 2014 fortgesetzt werden. Es wurden insgesamt 51 klinische Studien durchgeführt sowie 94 Originalpublikationen und 41 Reviews in peer-reviewed Zeitschriften publiziert.

Durch weitere Bemühungen, unsere kompetitiven Drittmittel sowie nicht kompetitiven Drittmittel für unsere Forschung zu erhöhen, ist es uns, trotz abnehmender Unterstützung für unsere Aktivitäten in der Forschung und Lehre seitens des UniversitätsSpitals Zürich, auch im 2014 gelungen, eine starke Forschungsaktivität weiterzuführen. Im internationalen Vergleich ist die Forschungstätigkeit der Dermatologischen Klinik weltweit führend. In einem objektiven Zitationsvergleich (Laborjournal 2010) wird die Dermatologische Klinik als beste
Dermatologische Klinik des deutschsprachigen Raums erwähnt.

Die Allergiestation der Dermatologischen Klinik USZ ist Teil eines Netzwerks von 19 Allergiezentren im EU-Raum, die sich im sogenannten GA2LEN (Global allergy asthma european network) zusammengeschlossen haben. Diese Zentren bemühen und verpflichten sich auf hohe Qualitätsstandards in Patientenversorgung, Ausbildung und Qualitätsmanagement und werden regelmässig durch externe Audits überprüft.

Dadurch ist es der Allergiestation wesentlich einfacher möglich, auch auf EU-Ebene Zugang
zu internationalen Studienkollaborationen und Ausbildungsprogrammen zu erhalten, wovon sowohl Pflege als auch Ärzteschaft profitieren. Aktuell laufen mehrere multizentrische Studien in Zusammenarbeit mit Zentren im Ausland, die Nahrungsmittelallergien, Neurodermitis, hereditärem Angioödem und allergenspezifischen Immuntherapien umfassen. Daneben führen wir auch Investigator-initiierte Studien für Patienten mit Mastozytose und Urtikaria durch.

Weiter Informationen unter www.ClinicalTrials.gov