Neues aus der ZDG – Gesundheitspolitisch wird es dieses Jahr erst richtig losgehen

Im letzten Jahr sind definitiv alle Dermatologen und Dermatologinnen durch den Tarifeingriff von Bundesrat Berset wachgerüttelt worden und haben erkannt, dass wir uns wehren und in der aktuellen Gesundheitspolitik mitmachen müssen. Dieses Jahr geht es darum, die begonnene Basisarbeit weiterzuführen, noch stärker die breite Bevölkerung (unsere Patienten) zu informieren und zunehmend an die Politiker heranzutreten.

​Wenn alle mitmachen, dann können wir Einfluss nehmen und Entwicklungen wie in Deutschland oder England verhindern. Informiert und sensibilisiert Eure Patienten! Diese wünschen keine Qualitätseinbusse in ihrer guten medizinischen Betreuung, welche wir Ärztinnen und Ärzte ermöglichen. Die ZDG, die Strategie-Gruppe der SGDV und SOS-Santé der Ärztegesellschaft des Kantons Zürich (AGZ) liefern laufend neues Material, um die Patienten mit einzubeziehen und sie – ganz wichtig – auch «bei der Stange zu halten». Wenn wir die kommenden Monate in diesem Sinn weiter nutzen, dann haben wir bei der nächsten relevanten Abstimmung oder beim nächsten relevanten Staatseingriff eine Kraft hinter uns, die nicht ignoriert werden kann.

Zudem müssen wir breitere Ärztekreise mit einbinden. Nehmt an regionalen Sitzungen mit Euren Zuweisern teil und informiert sie über die Aktivitäten der Dermatologen. Wir sitzen alle im selben Boot!

An alle ZDG-Mitglieder, die bisher noch gezögert haben, ihre Patienten auf die politische Situation anzusprechen oder die von der ZDG und SGDV empfohlenen Informationsblätter abzugeben: die Rückmeldungen von unseren Patienten sind beeindruckend: durchwegs positiv und dankbar. Die einzige regelmässige negative Rückmeldung lautet: «Warum werden die Patienten nicht besser und früher informiert? ».

Im Laufe des Jahres werden wir noch besser lernen müssen, wie wir mit dem aktuellen Tarif umgehen. Zudem muss die Ärzteschaft alles daransetzen, den Tarif TARCO durchzubringen. Die Strategie-Gruppe der SGDV wird zunehmend den Kontakt mit Politikern und Vertretern der anderen Parteien, z.B. der Krankenkassen suchen, mit dem Ziel, verhärtete Fronten aufzuweichen und gemeinsame Lösungen zu finden.

Neben den geplanten Versammlungen im Sommer am 7. Juni und im Winter am 26. November ist vorgesehen, dass bei Bedarf kurzfristig Versammlungen oder Workshops einberufen werden.

Michael Geiges, 4. März 2018